- Anzeige -

Stahnsdorf

 

Wer heute durch Stahnsdorf fährt, kann sich kaum vorstellen, dass das Dorf nach dem Dreißigjährigen Krieg nur noch aus einem in Stahnsdorf Geborenen, fünf Kossäten mit einem Sohn und zwei Knechten bestand. Jahrelang lag das Dorf nach dem Krieg wie ausgestorben, bis es erst 1801 wieder den Vorkriegsstand von 145 Einwohnern und 22 Feuerstellen, sprich Wohnstätten, erreichte. Heute zählt Stahnsdorf stattliche 13.600 Einwohner und erstreckt sich auf ca. 49 Quadratkilometer Fläche. Zum 1. Januar 2002 entstand durch die Eingemeindung der Orte Güterfelde, Schenkenhorst und Sputendorf die Gemeinde Stahnsdorf in ihrer heutigen Gestalt. Zum ersten Mal taucht Stahnsdorf im 13. Jahrhundert als Stanesdorp in den Geschichtsunterlagen auf. Aber schon vorher, um 300 vor Christi Geburt, wurde das Gebiet von Jägern und Sammlern als Rastplatz genutzt.

Stabholzkirche Stahnsdorf

So zeugt der Name Güterfelde (bis in die 1930er Jahre Gütergötz) noch von jenen heidnischen Zeiten, denn in der Nähe des Güterfelder Sees soll sich eine Opferstelle des Juthrie-Götzen befunden haben. Ruhig und beschaulich in dem historischen Siedlungsstreifen in der Hochfläche des Teltow gelegen sind für die Ortschaften die wehrhaften und imposanten Feldsteinkirchen besonders charakteristisch, wobei sich wie in Stahnsdorf und Ruhlsdorf einige in ihrer ursprünglichen Form erhalten konnten. Vor allem von den Zisterzienser- Mönchen geprägt faszinieren diese Kirchen noch immer, sowohl von innen als von außen, und erzählen von der Zeit der Christianisierung der Gegend. Nach markgräflichem und bischöflichem Eigentum befand sich der Ort ab 1435 über 400 Jahre lang im Besitz der Familie Hake. Seine günstige Lage an der Handelsstraße zwischen Wittenberg und Berlin wurde dem Ort im Dreißigjährigen Krieg zum Verhängnis, als durchziehende marodierende Horden ihn ausplünderten und brandschatzten. 1858 konnte sich Stahnsdorf schließlich, nach Aufteilung der Ländereien, von den Hakes lösen und damit  endgültig vom Mittelalter verabschieden. Moderne Landwirtschaft hielt Einzug. Durch den Ausbau der Straßen nach Berlin und Potsdam wurde Stahnsdorf für Berliner und Potsdamer gleichermaßen interessant. 1892 brachte die Dampfstraßenbahn von Lichterfelde-Ost nach Stahnsdorf einen weiteren Anschluss an die Großstadt, und mit der Eröffnung des Teltowkanals war das beschauliche Bauerndorf plötzlich zu einem begehrten Ausflugsziel und Wohnort geworden. Von nun an wuchs Stahnsdorf unaufhörlich. Durch den reichlichen Besitz von Land, das für Siedlungszwecke verkauft werden konnte, verdoppelte sich die Einwohnerzahl ungefähr alle zehn Jahre, so dass es 1930 bereits 2149 Einwohner waren. Als Berliner Vorort gehandelt, blühte der Bau von Eigenheimsiedlungen und einer Arbeitersiedlung für die Boschwerke, die sich in Kleinmachnow befanden. Scheinbar endlos streckt sich heute die Gemeinde nach Süden und Westen. Kein Wunder, dass die Pkw-Dichte pro Einwohner hier höher ist als in Teltow und Kleinmachnow und dem Durchschnitt von Brandenburg. Und das Besondere daran ist, dass nicht nur Naturliebhaber zu Pferd, mit dem Rad oder zu Fuß in der wunderschönen Landschaft auf ihre Kosten kommen, sondern auch die Industrie. In den zwei großen Gewerbegebieten, TECHNO-PARK und GREENPARK, siedeln sich immer mehr Firmen und Unternehmen an, die die hervorragende Lage und optimalen Bedingungen Stahnsdorfs zu schätzen wissen.

 

Lesen Sie hier mehr zu Stahnsdorf.Wir freuen uns auf Ihren Besuch.